„Sobald ich etwas anspreche, fühlt sich meine Kollegin angegriffen und wird laut. Danach traue ich mich wochenlang nicht, etwas zu sagen."
Eine schnelle Verteidigungsreaktion tritt laut Kommunikationsforschung häufiger auf, wenn eine Aussage als Bewertung statt als Beobachtung formuliert wird. Die Trennung von konkretem Verhalten und persönlicher Zuschreibung, wie sie im Modell von Schulz von Thun beschrieben wird, kann helfen, das Gespräch sachlicher zu halten. Ein zusätzlicher Rahmen zu Beginn des Gesprächs, etwa die Ankündigung, dass es um eine konkrete Situation und nicht um die Person geht, wird in mehreren Quellen als hilfreich beschrieben.